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Zum Start des Handels an den deutschen Aktienmärkten war ein positiver Trend erkennbar. Sowohl der DAX als auch die anderen deutschen Börsenindizes eröffnen klar im Plus. Händler begründeten die anfängliche Erholung mit der positiven Resonanz der Handelsteilnehmer auf die Verabschiedung des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes am vergangenen Freitag sowie der schnellen Einigung des Finanzausschusses am heutigen Morgen was die Kriterien für eine Inanspruchnahme der Hilfsmaßnahmen durch betroffene Banken anbelangt. |
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Der niederländische Finanzkonzern ING bekommt staatliches Geld in Höhe von zehn Milliarden Euro. Wie Regierung und die Niederländische Zentralbank am Sonntagabend bekannt gaben soll mit dieser Unterstützung ein weiteres Absinken der Börsenkurse der ING-Gruppe an diesem Montag entgegengewirkt werden. Die ING ist in Deutschland vor allem unter dem Namen der Direktbank ING Diba bekannt. Somit ist die ING die erste Bank, die Mittel aus einem Notfonds der niederländischen Regierung zur Unterstützung von Banken in Anspruch nimmt. Die ING hatte am Freitag Ihre Quartalszahlen bekanntgegeben. Demnach waren alleine im dritten Quartal ca. 500 Millionen Euro Verlust eingefahren worden. Die schlechten Zahlen blieben am Freitag auch an den Börsen nicht unberücksichtigt. Der Kurs der ING-Aktie fiel nach Vorlage der Bilanz um fast 28 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte der 90-er Jahre. Der Kurs wurde nach Einschätzung von Analysten auch durch Gerüchte belastet, wonach der ING-Konzern dringend auf staatliche Hilfe angewiesen sei. Die Regierung in Den Haag hatte zuvor für 16,8 Milliarden Euro das Geschäft des Bankkonzerns Fortis in den Niederlanden und damit zugleich die zu Fortis gehörende größte niederländische Bank ABN Amro komplett übernommen. Zudem garantiert die Regierung der Niederlande Kredite der Banken untereinander im Umfang von 200 Milliarden Euro. Der ING-Konzern hat nach eigenen Angaben rund 85 Millionen Kunden in zahlreichen Ländern und beschäftigt 130 000 Menschen. Er gehört damit zu einem der größten Finanzunternehmen der Welt. |
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Wie soeben bekannt wurde, hat sich der Finanzausschuss gerade auf weitreichende Kriterien für Banken geeinigt, die Hilfe aus dem Finanzmarktstabilisierungsfonds in Anspruch nehmen wollen. Demnach sollen die Managergehälter auf maximal 500 Tausend Euro pro Jahr beschränkt werden. Auch soll es keine Dividenden oder Bonuszahlungen für Manager geben. |
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Bereits am Montag morgen steht die erste Bank bereit, um sich ein Häppchen vom Kuchen des neu geschaffenen Fonds der Bundesregierung zur Stabilisierung des Finanzmarktes zu sichern. Die Bayern LB hat nach Aussagen von Erwin Huber, selbst Mitglied im Aufsichtsrat der Bayerischen Landesbank erhöhten Kapitalbedarf und möchte diesen durch Inanspruchnahme des Finanzmarktstabilisierungsfonds gerne decken. In welcher Höhe der Bedarf liegen werde sei aber noch unbekannt, es werde sich aber sicherlich um einige Milliarden Euro handeln. Experten gehen mittlerweile von einem Volumen von ca. 2 bis 5 Milliarden Euro aus, um die Geschäfte des Finanzinstituts dauerhaft zu sichern. |
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Wie am Wochenende bekannt wurde, werden nicht nur die USA, Russland, Japan, China und Deutschland Ihre angeschlagenen Banken unterstützen. Auch weitere Länder kündigten Unterstützung für den Finanzsektor an. Spanien 100 Milliarden Euro, Österreich 100 Milliarden Euro, Frankreich 360 Milliarden Euro und Großbritannien mit 250 Milliarden Pfund springen für die Banken in die Presche, weitere werden sicherlich folgen. |
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